Schulgeschichte

1910 1910

Die Gründung des Klosters und der Schule Niedermünster geht auf die Ordensstifterin Theresia Gerhardinger zurück. Im Jahre 1854 konnte in der Erhardigasse mit einer privaten Volksschule und der dreiklassigen Höheren Töchterschule begonnen werden. Große Nachfrage machte bereits im nächsten Jahr einen sich anschließenden Erweiterungsbau notwendig. Der Internatstrakt am Alten Kornmarkt war 1857 bezugsfertig. Das ursprüngliche schulische Angebot wurde durch eine sogenannte Industrieschule für schulentlassene Mädchen ergänzt, eine Art Fortbildungsschule mit praktischen Fächern zur Vorbereitung auf den zukünftigen Hausfrauenberuf, und ein Kindergarten, vielleicht der erste in Regensburg, wurde eröffnet. Ein im Jugendstil errichtetes Gebäude verband die zwei bereits bestehenden Häuser und schaffte zusätzliche Kapazitäten für die Schule.

Mit dem Schuljahr 1911/12 trat das Institut Niedermünster mit der Höheren Mädchenschule in eine neue Ära ein. Das Abschlusszeugnis der VI. Klasse befähigte zum Übertritt in eine Frauen- und Musikschule, in das Kindergartenseminar und in das hauswirtschaftliche Seminar.

Angegliedert waren ferner eine Frauenschule, die Fortbildungs- und Handelsarbeitsschule und ab 1921 eine Hauswirtschaftsschule. 
 

In das sogenannte Pensionat wurden nur Mädchen aufgenommen, die eine dieser Schulen besuchten.

Ab 1933 sollte der religiöse Einfluss auf die Jugend unterbunden werden. Anfang 1936 begann der stufenweise Abbau der privaten vierklassigen Volksschule der Armen Schulschwestern. 1940 ging auch das sogenannte Mädchenlyzeum in die Hände der Nazis über und wurde städtisch weitergeführt. In das Internatsgebäude kam ein Hilfskrankenhaus.

Nach der zwangsweise sechsjährigen Schließung begannen die Schwestern 1946 ihr erzieherisches Wirken mit der dreistufigen Mädchen-Mittelschule. Ziele der Mittelschule waren eine gründliche Allgemeinbildung und die Vorbereitung auf den künftigen Beruf. Es wurde immer selbstverständlicher, dass auch Mädchen einen Beruf anstrebten. Dem musste die Schule Rechnung tragen. Die kaufmännischen Fächer gewannen an Bedeutung. Die Abschluss- prüfung führte zur „Mittleren Reife“. Die Erweiterung zu einer vierstufigen Mittelschule erfolgte mit dem Schuljahr 1956/57, die Um- benennung zur Realschule 1965/66. Die Klasseneinteilung zählte nicht mehr von 1 bis 4, sondern fuhr nach der 6. Klasse der Hauptschule weiter mit 7, 8, 9 und 10.

 

Seit dem Schuljahr 2000/01 besteht in Niedermünster die sechsstufige Realschule. Der Schule ist eine offene Ganztagsschule angeschlossen.