„Yanomami“ heißt `Mensch`


Ende Dezember besuchte uns die Menschenrechtsaktivistin Christina Haverkamp und hielt den 5.,6. und 7. Klassen einen spannenden Vortrag über das Volk der Yanomami. „Yanomami heißt einfach ‚Mensch‘ in der Sprache des Yanomami-Volkes“, erklärte Frau Haverkamp, als sie mit beeindruckenden Bildern das Leben und die Kultur der Yanomami schilderte. 

 

Das Yanomami-Volk ist eines der letzten noch ursprünglich lebenden Naturvölker im Regenwaldgebiet in Brasilien. Die ehemalige Lehrerin klärte die Schülerinnen darüber auf, dass die Yanomami keinen Kalender kennen, somit feiern sie auch keine Geburtstage und leben nicht nach Wochentagen. Seit mittlerweile 30 Jahren setzt sich die Menschenrechtsaktivistin für das Überleben der Yanomami ein, deren Lebensraum durch Abholzung der Regenwälder, Minenkonzerne, Großgrundbesitzer und Goldsucher, die durch rücksichtslosen Raubbau an der einzigartigen Natur den Lebensraum der Yanomami systematisch zerstören, stark gefährdet ist. Auch eingeschleppte Krankheiten, die z.B. bei uns in Europa meist unbeschadet überstanden werden, können bei den Yanomami verheerende Auswirkungen haben. Anschaulich beschrieb Frau Haverkamp, wie sie mit dem Bau von Krankenstationen und Schulen die Yanomami unterstütze. Wegen der Corona-Pandemie konnte sie in den letzten Jahren das Volk im Amazonasgebiet nicht so oft besuchen. In der Urwaldmetropole Manaus hatte man die Pandemie unterschätzt und nicht unter Kontrolle, Manaus wurde zum Corona-Brennpunkt. Viele Patienten starben in den Krankenhäusern auf Intensivstationen, da Sauerstoff-Flaschen für die Behandlungen fehlten.

 

Einige Meldungen gab es zum Abschluss auf die Frage „Wer von euch würde auch für ein paar Monate in den Regenwald gehen und die Yanomami unterstützen?“, die Frau Christina Haverkamp den Mädchen stellte. 

Anfang Januar wird Frau Haverkamp erneut in den Regenwald nach Brasilien reisen, die Yanomami besuchen und ihnen technische Geräte zur Stromerzeugung zur Verfügung stellen. Finanziert wird dies durch Spenden. Mit dem Beitrag der Schülerinnen werden diese zukünftigen Projekte für die Yanomami unterstützt. Vielen Dank dafür!

 

U. Hainz

 


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