Pädagogischer Tag im Mutterhaus am Anger in München


Als „Niedermünsterer“ sind wir keine „Einzelkämpfer, sondern Teil einer großen Schulfamilie – und mehr noch: über

unseren Träger, den Orden der Armen Schulschwestern, sind wir mit allen von den Schwestern getragenen Institutionen verbunden und damit Teil einer internationalen Gemeinschaft von Menschen im Dienst an Kindern, Jugendlichen und jungen Frauen. Dies konnten die Lehrer, Schwestern und die Sekretärinnen von Niedermünster am Buß- und Bettag auf dem alle zwei Jahre stattfindenden Treffen in München zum fachlichen Austausch und Kennenlernen über die eigene

Einrichtung hinaus wieder erfahren.

Naturgemäß steht an diesem Tag die Begegnung mit den anderen im Mittelpunkt, doch gab auch das Rahmenthema „Von der Mitte zu den Rändern – und zurück“, zu dem Sr. MMaga M. Karin Kuttner aus Wien einen anregenden Vortrag hielt, Anlass zum Nachdenken und Diskutieren. Gerade angesichts der aktuellen Situation in Europa stellt sich die Frage, wo unsere „Koordinaten“ als Christen liegen. Spiritueller Ankerpunkt ist dabei natürlich das Handeln Jesu, der Menschen vom Rand in die Mitte holte, doch auch die Ordensgründerin Mutter Theresia Gerhardinger kann uns heutigen Menschen ein Vorbild im Handeln geben. Sie hatte vor allem die Armen, die Unterpriviligierten im Blick und so sind auch wir, als Teil der Schulschwesternwelt, gehalten, besonders sensibel für die Menschen am Rand zu sein. Hilfreiches Beispiel, wie wir uns dieser Situation stellen können, lebte Mutter Theresia vor: Sie setzte sich betend am Abend auf den Platz des schwierigsten Schülers und nahm seine Perspektive ein. Dadurch konnte sie oft genug aus dem veränderten Blickwinkel heraus einen besseren Zugang finden und Unterstützung geben. Als Christen werden wir von einer Mitte gehalten, die uns befähigt, uns weit hinauszulehnen zu jenen, die außen vor sind, zu jenen am Rand. So sind wir Weggefährten für unsere jungen Menschen, die wir begleiten und ermutigen, ihre von Gott gegebenen Gaben in Freiheit und Verantwortung zu entfalten, auf dass unsere Welt besser werde.

 

Kurzum, es war ein interessanter Tag mit einigen besonderen Momenten, zu denen zweifellos die musikalische Gestaltung durch die Niedermünster Lehrerband unter der Leitung von Herrn Thoma gehörte. Bereits das

Lied zur Eröffnung des Tages zeugte von hohem Niveau. Frau Keilhauer präsentierte das technisch schwierige Lied „Männer muss man loben“ souverän und mit der nötigen Prise Ironie – denn da das Loben nicht nur Männer betrifft,

hatte Frau Prößl den Text kurzerhand in „Lehrer muss man loben“ umgedichtet, was bei den Anwesenden auf großen Beifall stieß. Und das mit Recht!

Blick ins Auditorium

Die Referentin Sr. Karin aus Wien

Die Lehrerband im Einsatz

Die Lehrerband gestaltete auch den Gottesdienst



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